{"id":162488,"date":"2023-04-06T13:13:03","date_gmt":"2023-04-06T11:13:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rizzi-universe.com\/unkategorisiert\/2006-4\/"},"modified":"2024-04-22T16:27:35","modified_gmt":"2024-04-22T14:27:35","slug":"2006-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.rizzi-universe.com\/en\/biographie-en\/2006-4\/","title":{"rendered":"2006"},"content":{"rendered":"\n        \n        <h3>Ver\u00f6ffentlichung des gro\u00dfen Rizzi-Bildbandes \u201eJames Rizzi &#8211; Artwork 1993-2006\u201c von Glenn O\u2018Brien und Mark Weinberg<\/h3>\n        <p>James Rizzi ist ein Pop Art K\u00fcnstler der besonderen Art.\nRizzis \u201ePop\u201c stammt definitiv vom Wort \u201epopul\u00e4r\u201c. Er ist der ultimative popul\u00e4re K\u00fcnstler. Sein reizender und reizvoller pers\u00f6nlicher Stil wird von Millionen von Fans weltweit sofort wiedererkannt. Wenn man sich die M\u00fche machen w\u00fcrde, eine gro\u00dfangelegte Umfrage zum Thema Kunst durchzuf\u00fchren, k\u00f6nnte sich Rizzi als unerwarteter Sieger an der Spitze der Kunst-Charts wiederfinden.\n\nUnd all das ohne die Unterst\u00fctzung gro\u00dfer Museen oder elit\u00e4rer Kunstmagazine, ohne rekordverd\u00e4chtige Auktionsergebnisse bei den bekannten Auktionsh\u00e4usern, und auch ohne dass er den Kl\u00fcngel von Kunstexperten umgarnte, der die Kaufempfehlungen f\u00fcr Kunstspekulanten ausspricht.\n\nRizzi ist ein \u201eself-made\u201c K\u00fcnstler. Er war schon erfolgreich, noch bevor seine Werke in der ersten Galerie hingen \u2013 als er sie noch selbst auf den Stra\u00dfen Manhattans und in seinem eigenen Studio-Ladengesch\u00e4ft verkaufte. Sein Charme und seine Freude daran, Fans und Sammler zu treffen, hatten ihm zu einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Grad an unabh\u00e4ngigem Erfolg verholfen, und seine Bekanntheit wuchs fast ausschlie\u00dflich durch Mund-zu-Mund-Propaganda.\n\n\u201eHey, wer hat denn dieses Bild gemalt?\u201c\nDie Menschen sahen eines seiner Bilder, verliebten sich darin, und wollten es haben. Einige entdeckten ihn mit dem Cover des erfolgreichen \u201eTom Tom Club\u201c Albums. Andere sahen seine Werke erstmals in einer Galerie oder im Hintergrund der \u201eSeinfeld\u201c Show. Aber wo auch immer ein Werk von Rizzi h\u00e4ngt \u2013 es zieht sofort Aufmerksamkeit auf sich, findet sein Publikum, fast so, als w\u00e4re es ein laufendes Fernsehger\u00e4t mit einer faszinierenden Sendung. Rizzi ist ein von seinem Publikum geliebter K\u00fcnstler, und er ist jederzeit bereit, diese Liebe zu erwidern.\n\nSeine Sammler waren f\u00fcr Rizzi immer schon das wichtigste, weit wichtiger als die Mechanismen des Kunstmarkes oder die Institutionen der Kunstwelt. Daher ist er am bekanntesten als Sch\u00f6pfer von Druckgraphiken geworden, wobei viele seiner Graphiken dadurch einzigartig sind, dass sie von ihm handbemalt wurden. Und doch hat er sich in den letzten Jahren vermehrt der Malerei gewidmet, und mit dem Bemalen von Leinw\u00e4nden seinen unverwechselbaren Stil auf ein neues Terrain \u00fcbertragen.\n\nRizzi h\u00e4tte sich damit begn\u00fcgen k\u00f6nnen, bei den Dingen zu bleiben, die ihn weltber\u00fchmt gemacht haben: vor allem die gro\u00dfen, ausgefeilten 3D-Drucke und die vor Details nur so wimmelnden anthropomorphen Stadtszenen. Sein fr\u00f6hlicher Maximalismus und seine ausgepr\u00e4gte Liebe zum Detail und zu ausgefeilten Miniaturen haben eine wahre Kunst-Marke geschaffen, einen Stil, so unverwechselbar wie keinen zweiten auf der Welt. Aber seine Arbeitsamkeit und der ihm immanente Flei\u00df haben ihn stets dazu gedr\u00e4ngt, sich weiterzuentwickeln und neue Ausdrucksformen zu entdecken. Er erfand den 3D-Druck. Er schuf interaktive Magnetbilder, deren Komponenten von ihren Besitzern (oder deren Kindern) selbst angeordnet werden k\u00f6nnen. Er hat sogar das Konzept des Magnetbildes zu einem unterhaltsamen und vergn\u00fcglichen Gesellschaftsspiel weiterentwickelt. Er hat zahlreiche reizvolle Objekte entworfen, von Kinderspielzeug bis hin zu hochwertigem Rosenthal Porzellan. Sein Motiv war dabei nicht das Streben nach Geld (obwohl er sicherlich zu den auch wirtschaftlich erfolgreichen K\u00fcnstlern gez\u00e4hlt werden darf) oder konventionellem Ruhm (obwohl er rund um die Welt beliebt ist und geliebt wird); der wahre Antrieb, der hinter seinem Werk steckt, ist Rizzis Wunsch, sich selbst \u2013 und damit zugleich die ganze Welt \u2013 zu erheitern und zu unterhalten. Immer wieder f\u00fcr Abwechslung zu sorgen, das ist in seinem eigenen Falle keine einfache \u00dcbung, und das liegt an seiner schon fast obsessiven Arbeitsamkeit. Daher ist sein Werk in den letzten Jahren deutlich gewachsen \u2013 stilistisch wie thematisch.\n\nRizzis Gem\u00e4lde der letzten Zeit verbinden seinen besonderen Zeichenstil, ein Zwischending aus Picasso und Hanna-Barbera [ein ber\u00fchmtes amerikanisches Trickfilmstudio, das Werke wie \u201eTom und Jerry\u201c oder \u201eFamilie Feuerstein\u201c geschaffen hat; Anm. des \u00dcbersetzers], mit einer zunehmend chromatischen Palette sowie komplexen graphischen Struk-turen, die zugleich an den Kubismus wie an die ausgefeiltesten indianischen Friese erinnern. Rizzi-Fans waren mit ihm zufrieden, wie er vor f\u00fcnf oder zehn Jahren war, aber sein eigenes Auge hat ihn dazu getrieben, sich unaufh\u00f6rlich weiterzuentwickeln. So hat er Werke geschaffen, die zwar all die Freude und Verspieltheit ausdr\u00fccken, die von ihm erwartet wird, die zugleich aber mehrdimensionaler, subtiler und komplexer geworden sind.\n\nEs mag an seiner pers\u00f6nlichen Direktheit und v\u00f6lligen Un-Pr\u00e4tentiosit\u00e4t liegen, dass Rizzi oft f\u00fcr einen primitiven oder Au\u00dfenseiter-K\u00fcnstler gehalten wird. Aber primitiv ist er wahrlich nicht. Und auch die Bezeichnung Au\u00dfenseiter \u2013 ein Wort, das h\u00e4ufig f\u00fcr Exzentriker am Rande der Gesellschaft verwendet wird \u2013 trifft auf ihn nicht zu; er ist ein wahrhaft un-abh\u00e4ngiger K\u00fcnstler, ein \u201ePost-Pop Artist\u201c, dessen Werk in dem von Malern wie Keith Haring, A. R. Penck und Kenny Scharf anklingt. Dass er nicht noch mehr zelebriert wird, hat meiner Meinung nach mit seiner Konzentration auf die Serigraphie zu tun. W\u00e4hrend die erste Generation von Pop Art K\u00fcnstlern anf\u00e4nglich viele populistische Aussagen im Bezug auf Druckserien, Massenproduktion und die Nachahmung der Medien zum Erreichen eines gr\u00f6\u00dferen Publikums getroffen hat, wurde sie schlie\u00dflich doch von den herrschenden Gesetzen des Kunstmarktes in die Schranken gewiesen. Doch Rizzi ist kein Poster-K\u00fcnstler, und unter den Sch\u00f6pfern von multiplen Editionen hat er eine einzigartige und gewichtige Position inne. Seine gro\u00dfen Drucke sind Ausdruck einer ungew\u00f6hnlichen Arbeitsintensit\u00e4t und bet\u00f6ren das Auge mit \u00fcberbordenden Visionen einer unb\u00e4ndigen, fr\u00f6hlichen Ausgelassenheit. Rizzi zeigt uns ein Universum wie aus dem Tollhaus, auf halbem Wege zwischen William Blake und Daffy Duck, einen tobenden, \u00fcberquellenden Planeten, auf dem die Ausschweifungen und das \u201eZu Viel\u201c der modernen Welt mit einem Auge von unersch\u00fctterlichem Wohlwollen und warmherzigem Humor vers\u00f6hnt werden.\n\n\u00a9 englisches Original: Glenn O\u2019Brien, New York; Vorwort zum Buch \u201eJames Rizzi\u201c, Stuttgart, 2006\n\u00a9 \u00dcbersetzung: Alexander Lieventhal, Art28, Stuttgart<\/p>\n        \n    ","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00f6ffentlichung des gro\u00dfen Rizzi-Bildbandes \u201eJames Rizzi &#8211; Artwork 1993-2006\u201c von Glenn O\u2018Brien und Mark Weinberg James Rizzi ist ein Pop Art K\u00fcnstler der besonderen Art. Rizzis \u201ePop\u201c stammt definitiv vom Wort \u201epopul\u00e4r\u201c. Er ist der ultimative popul\u00e4re K\u00fcnstler. 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